Die Kipphebel werden durch einen am Zylinderkopf angegossenen Bock geführt.
Bei späteren Modellen wurde ein Aluminium Zylinderkopf verbaut. Bei dem Aluminium Zylinderkof war der Kipphebelbock veschraubt.
Rund um das Auslassventil haben sich Verbrennungsrückstände angesammelt. Vielleicht ist hier die Ursache für die geringe Kompression zu suchen?
Das Auslassventil nochmal im Detail
Das Einlassventil nochmal im Detail
Von in Fahrtrichtung linken Port aus gesehen.
Von in Fahrtrichtung rechten Port aus gesehen.
Hier ist zu erkennen, wie der Rostlöser zwischen Ventil und Ventilsitz des Auslassventils gelaufen ist.
Hier der Brennraum nach der Reinigung.
Ich habe den Brennraum mit komplett eingebauten Ventilen nochmals mit Rostlöser versehen und einwirken lassen. Danach konnte der Belag vom Zylinderkopf mittels eines kleinen Schraubendrehers abgekratzt werden.
Nachdem ich den Belag rund um das Auslassventil entfernt hatte, war zwischen Ventilsitz und Auslassventil soviel Spiel, daß ich das Ventil leicht mit der Hand drehen konnte.
Vermutlich blockierte hier die Ablagrung am Ventilschaft das zurückgleiten des Ventils in die Ventilführung.
Die Ablagerungen um das Auslassventil dürften somit zum größten Teil zum Kompressionsverlust beigetragen haben.
Das Einlassventil saß stramm am Vetilsitz, ein Drehen war hier nicht möglich.
Sitz des Auslassventils nach der Reinigung.
Hier kann man schon an der Farbe des Ventilsitzes erkennen, daß das Auslassventil nicht richtig am Ventilsitz angelegen ist.
Sitz des Einlassventils nach der Reinigung.
Optimal sieht die Führung nicht mehr aus.
Hier das Einlassventil mit den Ventilfedern, Tellern, Kappe und Keilen.
Da die alten Ventile am Schaft (da wo der Kipphelbel drückt) noch nicht gehärtet sind, muss eine gehärtete Kappe beigelegt werden. Bei den neuen Ventilen entfällt diese Kappe. Dadurch sind diese auch ein Stück länger, um die Stärke der fehlenden Kappe auszugleichen.
Am Rande des Ventilkegels ist zu sehen, wo das Ventil aufgelegen hat. Hier ist auch zu erkennen, dass wahrscheinlich nicht mehr genug Materal für ein weiteres Einschleifen vorhanden ist.
Hier das Auslassventil mit den Ventilfedern, Tellern, Kappe und Keilen.
Am Rande des Ventilkegels ist zu sehen, dass das Ventil wahrscheinlich nicht mehr richtig am Kopf angelegen hat.
Das Material der hier gezeigten Ventilführungen eignet sich nicht zum Einbau in einen Gusszylinderkopf.
Beim Gusszylinderkopf sollen auch Führungen aus Guss eingebaut werden.
Weiterhin stellte sich heraus, daß das Einlassventil im Durchmesser 1mm größer war, als das Originale.
Ich habe es nachträglich abdrehen lassen und neue Führungen aus Guss gekauft.
Da ich die Teile bei einem bekannten Horex Händler erworden hatte, hatte ich mich auf dessen Beratung verlassen.
Da merkt man mal wieder: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Das Einalssventil wurde auf Grund der geringen Materilastärke an der Auflagefläche am Zylinderkopf erneuert.
Das Auslassventil wies Verschleißspuren am Ventilschaft auf, und wurde deshalb erneuert.
Die neuen Guss - Ventilführungen wurden mit Hilfe von flüssigem Stickstoff herab gekühlt und dann in den Kopf eingesetzt.
Danach müssen Sie mit Hilfe von Reibahlen auf das erforderliche Maß aufgerieben werden.
Die Ventilsitze wurden überarbeitet und die Ventile neu eingeschliffen.
Um den Zylinderkopf nicht zu beschädigen, habe ich die Steuerseite und Brennraum abgedeckt.
So sieht das Ganze nach dem Sandstrahlen und lackieren aus.
Die neuen Ventile habe ich mit neuen Ventilfedern wieder eingebaut